DoorLine Key

HTTP-Aktionen (Webhooks)

Die DoorLine Key kann bei bestimmten Ereignissen selbstständig eine HTTP-Adresse aufrufen (Webhook). Damit lassen sich Drittsysteme direkt ansteuern, ohne Cloud und ohne zusätzliche Zentrale — zum Beispiel ein Shelly-Schaltaktor, eine Loxone-Steuerung oder ein Home-Assistant-Webhook.

Die Key kennt zwei Auslöser für einen solchen Aufruf:

Auslöser

Das Ereignis tritt ein …

Korrekter Zutrittscode eines Benutzers

wenn ein Benutzer seinen Code eingibt und für ihn die Aktion „HTTP-Request" gesetzt ist

Schalteingang geschlossen / geöffnet

bei einem Zustandswechsel des potenzialfreien Eingangs (Klemmen 3/4)

Die Adresse wird je Benutzer beziehungsweise je Zustandswechsel einzeln hinterlegt. Anders als bei Cam und Snap gibt es keine feste Anzahl von vier Aktionen — jeder der bis zu 20 Benutzer kann eine eigene Adresse aufrufen.

Einrichtung — Aufruf bei korrektem Zutrittscode

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  1. In der Weboberfläche „Einstellungen → Berechtigungen → Benutzer" öffnen.

  2. Den gewünschten Benutzer öffnen oder neu anlegen.

  3. Bei „Aktion(en) bei Codeeingabe" das Kontrollkästchen HTTP-Request ankreuzen.

  4. Im Feld „HTTP URL" die aufzurufende Adresse eintragen.

  5. Am Seitenende „Speichern" auswählen.

  6. Den Code am Tastenfeld eingeben und prüfen, ob das Drittsystem reagiert.

Soll bei einem Code sowohl die Tür öffnen als auch eine Aktion im Smart Home ausgelöst werden, zusätzlich „Relais 1" oder „Relais 2" ankreuzen.

Einrichtung — Aufruf bei Zustandswechsel des Schalteingangs

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  1. In der Weboberfläche „Einstellungen → System → Schalteingang" öffnen.

  2. Im Feld „HTTP URL - Schalteingang geschlossen" beziehungsweise „HTTP URL - Schalteingang geöffnet" die aufzurufende Adresse eintragen.

  3. Am Seitenende „Speichern" auswählen.

Ein leeres Feld bedeutet, dass für diesen Zustandswechsel kein Aufruf erfolgt. Typische Anwendung: ein Reedkontakt an der Tür meldet dem Smart-Home-System, ob die Tür offen oder geschlossen ist.

Beispiele

Shelly Schaltaktor

Ein Shelly-WLAN-Schaltaktor (zum Beispiel Shelly Plus 1) kann bei einem Ereignis der DoorLine geschaltet werden — etwa um bei einem Zutritt das Außenlicht einzuschalten.

  1. Dem Shelly im Router eine feste IP-Adresse zuweisen. Wechselt die IP-Adresse, funktioniert der hinterlegte Aufruf nicht mehr.

  2. Beim gewünschten Benutzer die Aktion „HTTP-Request" ankreuzen und als Adresse eintragen:
    <http://<ip-des-shelly>>/relay/0?turn=on&timer=120 (schaltet den Ausgang für 120 Sekunden ein).

  3. Speichern und durch Eingabe des Codes prüfen.

Das genaue Adressformat hängt von Generation und Modell des Shelly ab und steht in der Dokumentation des Shelly-Herstellers.

Home-Assistant-Webhook

Ein Home-Assistant-Webhook startet eine beliebige Automation in Home Assistant.

  1. In Home Assistant eine Automation mit dem Auslöser-Typ „Webhook" anlegen. Home Assistant erzeugt dabei eine Webhook-Kennung.

  2. In der DoorLine Key beim gewünschten Benutzer die Aktion „HTTP-Request" ankreuzen und als Adresse eintragen:
    <http://<ip-des-home-assistant>>:8123/api/webhook/<webhook-kennung>

  3. Speichern.

Je Benutzer eine eigene Webhook-Kennung verwenden. So ist im Smart Home unterscheidbar, welche Person Zutritt hatte, ohne dass der Zutrittscode das Gerät verlässt.

Meldung bei zu lange offener Tür

  1. Einen Reedkontakt an den Schalteingang anschließen (siehe Kapitel „2. Montage und Anschluss").

  2. Unter „Einstellungen → System → Schalteingang" für „geöffnet" und „geschlossen" je einen Home-Assistant-Webhook eintragen.

  3. In Home Assistant eine Automation anlegen, die nach einer Wartezeit eine Benachrichtigung sendet, wenn kein „geschlossen"-Ereignis eingetroffen ist.

Der Aufruf erfolgt nur, wenn das Gerät eine Netzwerkverbindung hat. Fällt das WLAN aus, entfallen alle HTTP-Aktionen; Codeprüfung und Relais arbeiten weiter (siehe Kapitel „5. Betrieb und Wartung").

Die hinterlegten Adressen können Zugangsdaten des Zielsystems enthalten, zum Beispiel als Parameter in der Adresse. Solche Aufrufe erfolgen unverschlüsselt, wenn das Zielsystem nur HTTP unterstützt. Keine Adressen verwenden, die aus dem Internet erreichbar sind.